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Ehrenamt erweitert den Horizont

Ehrenamtliche sind seit 80 Jahren das starke Herz des KOBV – Der Behindertenverband für Wien, Niederösterreich und Burgenland. Aktuell sind rund 2.000 Funktionärinnen und Funktionäre täglich im Einsatz. Wir holen drei von ihnen in unserer Interview-Reihe vor den Vorhang.

Porträtfoto eines Mannes mit Glatze und dem Ansatz eines Bartes. Der Hintergrund ist zartrosa.

Den Anfang macht Konrad Fritz. Er ist seit Jänner 2018 bei der Bezirksarbeitsgruppe (BAG) Floridsdorf im Einsatz, hat inzwischen die Funktion des Obmanns inne und steht als solcher auch der Ortsgruppe Floridsdorf vor.

Man darf Probleme nicht ignorieren

„Ich setze mich einfach gerne für Mitmenschen ein, die Unterstützung benötigen, vor allem, wenn es um eine Materie geht wie die, für die der KOBV lebt“, fasst Konrad Fritz seine Motivation zusammen. Er sieht eine ehrenamtliche Tätigkeit und gesellschaftliches Engagement „beinahe als Pflicht“.

Außerdem erweitere eine ehrenamtliche Tätigkeit den eigenen Horizont: „Man darf die Augen nicht vor Problemen verschließen“, sagt Konrad Fritz, „man muss sich mit ihnen auseinandersetzen, und wenn man sie nicht selbst lösen kann, muss man andere Kanäle finden. Darum ist es auch so wichtig, dass wir Kontakte zu anderen Institutionen knüpfen.“

Regelmäßige Sprechstunden

Einmal pro Monat gibt es Sprechstunden in den Untergruppen Floridsdorf, Leopoldau Mitte und Strebersdorf. Wie alles andere in der BAG Floridsdorf funktionieren auch diese reibungslos, hauptsächlich wegen des engagierten Teams, das für Konrad Fritz einer der Gründe ist, warum er sich beim KOBV – Der Behindertenverband engagiert: „Das persönliche Umfeld hat mich sehr angesprochen. Das ist einfach eine richtig tolle Gruppe von motivierten Mitstreiterinnen und Mitstreitern.“ Dass er seine Tätigkeit seit knapp zehn Jahren ohne nennenswerte Schwierigkeiten ausüben kann, führt er ebenfalls auf das gut eingespielte Team zurück.

Jede positive Rückmeldung ist ein Höhepunkt

Bemerkenswerte Momente hat er schon oft erlebt: „Jede Rückmeldung von betroffenen Personen, für die wir einen Erfolg erzielen konnten, ist ein Höhepunkt, und davon gab es einige“, berichtet Konrad Fritz, und weiter: „Auch Kleinigkeiten sind immer wieder erfreulich – und wenn es nur ein Gespräch ist, oder das Ausfüllen eines Formulars, oder einfach, dass man sich Zeit für jemanden nehmen kann.“

Und was motiviert ihn nach knapp zehn Jahren noch immer? „Unterstützung und Hilfe anzubieten, wo es notwendig ist, und dabei Menschen kennenzulernen“, bringt Konrad Fritz sein Engagement auf den Punkt.

Fotocredit Titelbild: Pixabay/viarami